Und die Abzocke geht weiter! Gasumlage

Und die Abzocke geht weiter! Gasumlage

Nachdem die Bundesregierung gar nicht schnell genug Sanktionen gegen Russland verhängen konnte, ohne auch nur im mindesten die Folgen zu bedenken, geht es hier drunter und drüber mit den Ankündigungen, wie man „die Bürger entlasten will“. Der als grüner Wirtschaftsminister dilettierende Kinderbuchautor Habeck stolpert von einer Ahnungslosigkeit in die nächste.

Schon vor Jahren äußerte er sich in der Sendung „Bericht aus Berlin“ dahingehend, dass er die Systematik der Pendlerpauschale nicht begriffen hatte. Darauf angesprochen, meinte er, „Das weiß ich gar nicht“. Kein Wunder, wer sich mit Dienstwagen zu Terminen kutschieren lässt, kann so etwas nicht wissen, inzwischen geschenkt. Dazu kommt die nobelpreisverdächtige Neudefinition der Insolvenz („Die Unternehmen werden nicht insolvent, sie produzieren und verkaufen nur nichts mehr). Dass er bei der „Gasumlage“ die „Komplexität des Gasmarktes unterschätzt hat“, schon nicht mehr geschenkt.

Die „freudige“ Post meines Gasversorgers lag heute in meinem Briefkasten. Hurra, es gibt zur „Gewährleistung der Versorgungssicherheit“ (was nicht notwendig wäre ohne die Sanktionen und deren logische Reaktionen durch Russland) neue „staatliche Umlagen“.

Die Gasbeschaffungsumlage! Da als logische Folge der Sanktionen kein Gas aus Russland geliefert wird müssen „kurzfristig teure Ersatzbeschaffungen“ getätigt werden. Kosten incl. MwSt: 2,588 ct/kWh. Die der Bürger an Unternehmen zahlt.

Die Gasspeicherumlage! Die Kosten für die Befüllung der Speicher werden auf alle Gaskunden umgelegt. Also: man zahlt nicht nur für die Gasbeschaffung eine Umlage, sondern auch dafür, dass die Speicher durch die Gasbeschaffung befüllt werden. Für jeden cbm Gas also doppelt – für´s liefern und für´s speichern. Kosten: 0,063 ct/kWh.

Die Bilanzierungsumlage! Der Gasnetzbetreiber muss die Differenz zwischen tatsächlicher Gasentnahme und prognostizierter Gasentnahme „ausgleichen“. Also das, was jedes normale Unternehmen macht. Abgleichen, welche Verkaufsprognose erstellt wurde, wie sich der tatsächliche Absatz entwickelt und dann nachsteuern. Für diese ganz normale Tätigkeit eines Unternehmens gibt’s für die Gasnetzbetreiber nochmal was oben drauf: Kosten 0,61 ct je kWh für jeden Privatkunden. Ach ja, für Unternehmen wird´s billiger: die zahlen nur 0,417 ct/kWh.

Schon Klasse, was sich diese Bundesregierung alles an neuen Abgaben – de facto Steuern – einfallen lässt, und mit welche hanebüchenen Begründungen. Ganz vorn dabei die FDP, der neue Wurmfortsatz von SPD und GRÜNEN! Was hatte die FDP noch 2021 versprochen in ihrem Wahlprogramm:

„ENTLASTUNG UND FAIRE STEUERN Deutschland gehört bei Steuern und Sozialabgaben zur Weltspitze. Wir Freie Demokraten … fordern ein grundlegendes Umdenken in der Steuerpolitik: Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger spürbar entlasten. Wir Freie Demokraten wollen eine Trendwende bei der Abgabenquote erreichen, die Abgabenbelastung senken.“

Da macht eine neue Abgabe natürlich Sinn. Zusammen ergibt die Umlagen 3,261 ct/kWh. Der durchschnittliche Gasverbrauch:

100 qm Wohnung            12.000 – 15.000 kWh,

Reihenhaus                       17.000 – 20.000 kWh,

Einfamilienhaus                23.000 – 30.000 KWh

Mehrkosten damit

100 qm Wohnung            391 – 489 €

Reihenhaus                       554 – 652 €

Einfamilienhaus                750 – 978 €

Das ist also die Vorstellung der FDP, wie „Abgabenbelastung senken“ aussieht. Ach ja, vergessen: zum „Ausgleich“ gibt es ja das Energiegeld von 300 €, natürlich zu versteuern. Dem „Normalverdiener“ aus der Mittelschicht bleiben bei einer durchschnittlichen Steuerbelastung von 30% gerade 210 €. Sie fühlen sich veräppelt? Kann man nachvollziehen!

Wie wär´s, die Parteien, die uns das eingebrockt haben, auch mal zu veräppeln. Einfach am 09.Oktober bei der Landtagswahl AfD wählen.