Stromsperren: Wenn es dunkel wird in Deutschland

Nachdem wir ja jetzt schon Erfahrungen mit Lockdowns haben, bereitet die Regierung schon gesetzlich die nächsten Lockdowns vor. Diesmal beim Strom! Es dämmert selbst unserer fähigen Regierung, dass die „Energiewende“ bei Dunkelheit und Windflaute nicht genügend Strom liefern wird, um in Deutschland das Leben aufrechtzuerhalten. Die Lösung: Stromsperren oder besser: BLACKOUT!!! Durch eine Neuaufnahme eines § 14a im Energiewirtschaftsgesetz sollen weitere Netzabschaltungen über die bisherigen hinaus gesetzlich abgesichert werden, wenn Stromknappheit eintritt. Schon heute werden industrielle Großverbraucher wie Aluhütten und Walzwerke regelmäßig bei Flaute und Dunkelheit abgeschaltet – natürlich vergütet mit Steuermitteln. Folge der bisherigen Energiewende.

Im Einzelnen: So langsam dämmert es der Bundesregierung, dass die Experten, die bei Abschaltung der Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke vor einem Stromerzeugungsengpass warnten, keineswegs Klimaleugner, Atomfuzzi oder neurechte Nazis waren. Es gibt einen Gesetzentwurf, vorgelegt von Altmaiers´s Wirtschaftsministerium. Durch eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes wird den Stromanbietern die Möglichkeit der „Spitzenglättung“ eingeräumt. Größere Privatverbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen können dann zeitweise ferngesteuert vom Netz genommen werden. Auch Nachtspeicherheizungen werden zwangsweise abgedreht. Und das nennt sich dann „Spitzenglättung“ – eine schöne Umschreibung für Stromsperren. Wie sie eigentlich nur noch die Uraltbevölkerung kennt, als nach dem Krieg die Infrastruktur zerbombt war und Strom nur stundenweise angeschaltet wurde.

Strom Blackouts drohen! Wie sonst wäre die geplante Änderung durch Neueinfügung eines § 14 a in das Energiewirtschaftsgesetz zu bewerten. Die „Welt am Sonntag“ veröffentlichte zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes am 17. 01.2021 einen Artikel. Bald bemerkte Altmaier sein Eigentor und ruderte zurück: „Es handelt sich um einen Entwurf der Arbeitsebene, der nicht die Billigung des Ministers gefunden hat“. Seltsam, seltsam, den dieser „Entwurf“ stand bereits auf der Webseite des Ministeriums du war den Lobbyverbänden bereits zur Kenntnis gelangt. Also ein Versuchsballon!

Offenbar sitzen im Wirtschaftsministerium noch Leute, die die Grundrechenarten und das Lesen von Texten in einfacher Sprache beherrschen. Sie müssen die launigen Blackout-Kochanleitungen ihrer Kollegen vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gelesen und verstanden haben. (#Bevölkerungsschutz ist… sich auch bei einem #Stromausfall ein köstliches Essen zaubern zu können http://bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/Pers-Notfallvorsorge/Stromausfalll/Stromausfall.html ^sh#blackout #Katastrophenvorsorge #BevölkerungsschutzIst“ (https://twitter.com/BBK_Bund/status/1192713367221350400)

Irgendwer dort erkannte, dass es bei Stromleitungen ist wie bei Wasserleitungen: hinten kann nicht mehr rauskommen, als vorne reingepumpt wird. Anders als bei den GRÜNEN. Schließlich ist das alles hoheitlich ausgerechnet, der Flatter-Strom kann im Netz gespeichert werden, wie uns die Koryphae Annalena Baerbock  und Bundeskanzlerin in Wartestellung erklärte:  „An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet.“

Der größte Witz bei der Neuregelung: Laut Gesetzentwurf soll ausgerechnet den Unbedarften der Strom abgedreht werden, die sich auf Geheiß der Politik ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe als Beitrag zur Rettung der Welt zugelegt haben. Dümmer geht immer! Deja Vu!  z.B. vor 11 Jahren die Abwrackprämie. Da sollten die Bürger zum Kauf von Neuwagen gepuscht werden – bevorzugt Diesel. Seit zwei Jahren dürfen die Leichtgläubigen mit ihren unverkäuflichen Diesel nicht mehr in viele Städte einfahren.

Altmaier bringt die Energiewende voran und erklärt es dem unkundigen Bürgern auf seine Weise: „Wir haben mit der Energiewende gute Erfahrungen gemacht…“ Stimmt! Hat er! Fließt doch die gute Hälfte des exorbitanten Strompreises in seine Staatskasse.

Deutschland steht vor einem energiepolitischen Desaster. Jeder Fünftklässler, der freitags noch zur Schule geht, kann sich das ausrechnen. Der Energie-/Verkehrswende-Unfug geht weiter. Elektromobilität und Wärmepumpen einerseits staatlich gefördert, werden aber im Falle eines Falles abgedreht. Liebe Politik-Genies, wie sollen die Millionen neuen Verbraucher gepowert werden, wenn es nicht mal für die schon Existierenden reicht, weil Kraftwerke verschrottet werden?

Es wird nicht beim Abschalten von Ladesäulen und Wärmepumpen bleiben. Nur die Masse macht’s. Ist der Damm gebrochen, als nächstes die Zwangsabschaltung von Waschmaschinen, Elektroherden, Wasserboilern, Geschirrspülern – so sicher wie das Amen in der Kirche. Vor dem Gesetz und bei der Stromsperre sind alle gleich? Erstellt werden müssen nur noch die Prioritätenlisten für die Durchführungsbestimmungen des neuen „Spitzenglättungsgesetzes“. Dabei wird festgelegt, wessen Stromverbrauch „systemrelevant“ ist. Wer nicht? Pech gehabt!

Die „Spitzenglättung“ kommt irgendwie ins Gesetz, weil es ohne sie knapp wird mit dem Strom. Es werden jetzt also andere Verbraucher sein müssen, die bei Flaute und Dunkelheit abgeschaltet werden. Tipp: es werden Flächen-Netze sein, die zeitweise abgeschaltet werden. Dann sind lokal auch Wärmepumpen und Ladestationen schwarz, das muss man ja nicht gleich ins Gesetz schreiben. Die „gute alte Zeit“ der lokalen Stromabschaltungen kommt wieder, die Pläne dazu gibt es schon länger. Doch nun wird´s konkret. Zufall?