Stromsperren: Wenn es dunkel wird in Deutschland

Nachdem wir schon Erfahrungen mit Lockdowns haben, bereitet die Regierung schon gesetzlich die nächsten Lockdowns vor. Diesmal beim Strom! Es dämmert selbst unserer fähigen Regierung, dass die „Energiewende“ bei Dunkelheit und Windflaute nicht genügend Strom liefern wird, um in Deutschland das Leben aufrechtzuerhalten. Die Lösung: Stromsperren oder besser: BLACKOUT!!! Wir haben bereits am Montag auf unserer Webseite auf die Pläne des SPD Kanzlerkandidaten Scholz zur „Stromrationierung“ berichtet.

Ein Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums unter Merkels treuem Gefolgsmann Altmaier war im Januar 2021 zurückgezogen worden. Angeblich nur ein „nicht abgestimmter“ Referentenentwurf. Aber wie kommt so ein Entwurf zustande? Sitzt da ein unterbeschäftigter Beamter im Ministerium, och, ich hab´ grad nix zu tun, ich schreib mal einen Entwurf. Wer die Hierarchien in Ministerien kennt, weiß, dass da nichts angezettelt wird, wenn es nicht den Segen von oben hat. Sonst EdeKa: Ende der Karriere!

Durch die Änderung des § 14a im Energiewirtschaftsgesetz sollen weitere Netzabschaltungen über die bisherigen hinaus gesetzlich abgesichert werden. Schon heute werden industrielle Großverbraucher (Aluhütten und Walzwerke) regelmäßig bei Flaute und Dunkelheit abgeschaltet. Folge der bisherigen Energiewende!

Es dämmert den „Klimarettern“, dass die Experten, die bei Abschaltung der Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke vor einem Stromerzeugungsengpass warnen, keine „Klimaleugner“, „Atomfuzzis“ oder „neurechte Nazis“ sind. Der Gesetzentwurf will den Stromanbietern die Möglichkeit der „Spitzenglättung“ einräumen. Größere Privatverbraucher wie Elektroauto-Ladestationen, Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen können so ferngesteuert vom Netz genommen werden. „Spitzenglättung“ ist eine Umschreibung für Stromsperren. Wie sie eigentlich nur noch die Uraltbevölkerung kennt, als nach dem Krieg der Strom nur stundenweise angeschaltet wurde.

Strom Blackouts drohen! Wie sonst wäre die geplante Änderung durch Neueinfügung eines § 14 a in das Energiewirtschaftsgesetz zu bewerten. Die „Welt am Sonntag“ veröffentlichte am 17.01.2021 hierzu einen Artikel. Altmaier bemerkte sein Eigentor und ruderte zurück: „Es handelt sich um einen Entwurf der Arbeitsebene, der nicht die Billigung des Ministers gefunden hat“. Seltsam, seltsam, dieser „Entwurf“ stand bereits auf der Webseite des Ministeriums und war Lobbyverbänden bekannt. Also ein Versuchsballon! Wiederauferstehung nicht ausgeschlossen. Siehe Scholz!

Offenbar sitzen im Wirtschaftsministerium noch Leute, die die Grundrechenarten und das Lesen von Texten in einfacher Sprache beherrschen. Sie müssen die launigen Blackout-Kochanleitungen ihrer Kollegen vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gelesen haben. („Köstliches Essen zaubern bei Stromausfall“ https://twitter.com/BBK_Bund/status/1192713367221350400)

Irgendwer erkannte, dass bei Stromleitungen und bei Wasserleitungen hinten nicht mehr rauskommen kann, als vorne reingepumpt wird. Anders als bei den GRÜNEN. Schließlich kann der Flatter-Strom im Netz von kleinen Kobolden gespeichert werden, wie die Koryphae Annalena Baerbock versicherte: „An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet.“

Der größte Witz beim Entwurf: Es soll ausgerechnet den Unbedarften der Strom abgedreht werden, die sich auf Geheiß der Politik Elektroauto oder Wärmepumpe zur Rettung der Welt zugelegt haben. Dümmer geht immer! Deja Vu! Wie vor 11 Jahren die Abwrackprämie. Da sollten die Bürger bevorzugt zum Kauf von Diesel-Neuwagen gepuscht werden. Seit Jahren dürfen die Leichtgläubigen mit ihren unverkäuflichen Diesel nicht mehr in viele Städte einfahren. Altmaier bringt die Energiewende voran, erklärt es dem unkundigen Bürgern auf seine Weise: „Wir haben mit der Energiewende gute Erfahrungen gemacht…“ Stimmt! Hat er! Fließt doch die gute Hälfte des exorbitanten Strompreises in seine Staatskasse.

Deutschland steht vor einem energiepolitischen Desaster. Jeder Fünftklässler, der freitags noch zur Schule geht, kann sich das ausrechnen. Der Energie-/Verkehrswende-Unfug geht weiter. Elektromobilität und Wärmepumpen einerseits staatlich gefördert, werden aber im Falle eines Falles abgedreht.

Es wird nicht beim Abschalten von Ladesäulen und Wärmepumpen bleiben. Nur die Masse macht’s. Ist der Damm gebrochen, als nächstes die Zwangsabschaltung von Waschmaschinen, Elektroherden, Wasserboilern, Geschirrspülern – so sicher wie das Amen in der Kirche. Vor dem Gesetz und bei der Stromsperre sind alle gleich? Erstellt werden müssen nur noch die Prioritätenlisten für die Durchführungsbestimmungen des neuen „Spitzenglättungsgesetzes“. Dabei wird festgelegt, wessen Stromverbrauch „systemrelevant“ ist. Wer nicht? Pech gehabt!

Die „Spitzenglättung“ kommt irgendwie ins Gesetz, weil es ohne sie knapp wird mit dem Strom. Es werden jetzt also andere Verbraucher sein müssen, die bei Flaute und Dunkelheit abgeschaltet werden. Tipp: es werden Flächen-Netze sein, die zeitweise abgeschaltet werden.